Elisabeth, Bach und Luther

Nur wenige Minuten nach 5 Uhr in der Frühe hatten die letzten Mitfahrer in Langenfeld und Arft Platz genommen und unser Bus startete zur Pilgerreise 2018 gen Osten. Gegen die aufgehende Sonne fuhren wir mit einem christlichen Lied auf den Lippen, bis zur ersten Station Eisenach. Den Parkplatz vor der Wartburg erreichten wir nach dem Umstieg in 8 Personen-Transporter. Auf der geschichtlich bedeutenden Wartburg lebte z. B. die Heilige Elisabeth von 1211 bis 1227 und Martin Luther übersetzte dort 1521/22 in nur 11 Wochen das Neue Testament vom griechischen in die deutsche Sprache, die von ihm auch neugefasst und einheitlich verständlich niedergeschrieben wurde. Auch kreierte er neue Wortschöpfungen wie z. B. Machtwort, Lückenbüßer und Feuereifer. Bei einer Führung bekamen wir beim Durchlaufen der Räume die Geschichte der Wartburg umfassend erklärt. Besonders beeindruckend zeigte sich das Elisabeth-Kemenate, der Festsaal, Luthers bescheidene Schreibstube sowie die Bibliothek mit wertvollen Büchern.

Wartburg

Luthers Arbeitsstube
Alte Bibel – Eine veste Burg ist unser Gott

Wir blieben anschließend in Eisenach und besuchten das Bachhaus von Johann Sebastian Bach (1685 – 1750). Hier bekamen wir alte original Musikinstrumente aus der Zeit des großen Komponisten zu sehen und ein Musiker spielte uns z. B. auf einer Orgelpositiv (bewegliche Schrankorgel) aus dem Jahr 1650 und einem Querspinett (um 1765) künstlerisch ansprechende Kompositionen vor.

Bachhaus
Orgelpositiv

Ein weiterer Höhepunkt unseres ersten Tages war der Besuch von Erfurt, der Hauptstadt von Thüringen. Am großen Domplatz mit dem Erfurter Dom wo Martin Luther zum Priester geweiht wurde, der Severi-Kirche, sowie den alten Bürgerhäusern, trafen wir bei herrlichem Sonnenschein unsere Stadtführerin im alten Gewand die uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Stadtbildes in blumenreicher Sprache erklärte und die Geschichte von Erfurt darlegte. Ein Rundgang durch die Altstadt führte uns u.a. zu dem Fischmarkt mit dem schönen Rathaus und den Häusern aus der Renaissance, der Krämerbrücke und der ältesten erhaltenen Synagoge Mitteleuropas.

Gerne hätten wir unseren Aufenthalt noch etwas ausführlicher gestaltet, aber es lagen noch gut 2 Stunden Busfahrt vor uns bis nach Dresden, unserer Tagesendstation. Unser Hotel dort erreichten wir gegen 20:00 Uhr.
Beim Abendessen gab es viel zu erzählen und Johanna Krayer wurde für die 10-malige Teilnahme bei einer Pilgerfahrt geehrt.

Gaby und Jürgen

Ehrung Johanna