Leipzig (Leibzsch)– Stadt der friedlichen Revolution

Der heutige Tag führte uns nach Leipzig, der größten Stadt im Freistaat Sachsen. Wie in den Tagen zuvor hatten wir eine fachkundige Führerin, die uns zunächst durch die Innenstadt leitete.

Unsere erste Station war die berühmte Nikolai-Kirche. Bekannt ist diese Kirche den meisten Menschen im Zusammenhang mit den friedlichen Montags-Demonstrationen im Jahr 1989. Seit 1982 versammelten sich hier jeden Montag die Menschen zu Gebeten und einem friedlichen Protest, der schließlich zur Wiedervereinigung führte.

Durch die älteste Laden-Passage Leipzigs, Specks Hof mit ihren Kunstsammlungen von Maximilian Speck. Die Besonderheit dieser Passage ist eine Kupferdecke, die den Eindruck erweckt, dass es sich nicht um Kupfer sondern um Leder handelt.

Weiter ging es zum Goethe-Denkmal.

Von hier aus gingen wir durch die Mädler-Passage. Hier befindet sich der berühmte Auersbach-Keller, in welchem Goethe die Idee zu seinem wohl berühmtesten Werk Faust hatte.

Eine weitere wunderschöne Kirche stand nun auf dem Programm: die weltberühmte Thomaskirche. Hier gibt es den bereits 1212 gegründeten Thomaner-Chor, welcher internationale Bekanntheit erlangt hat. In dieser geschichtsträchtigen Kirche war Johann Sebastian Bach als Kantor angestellt. Zu seinem Arbeitsvertrag gehörte die Zusage, für 5 Jahre lang jeden Sonntag eine neue Kantate aufzuführen. Das bedeutete komponieren und einstudieren mit Orchester und Thomaner-Chor im Akkord. Sein Grab befindet sich heute in der Thomaskirche.

Bei inzwischen 30 Grad Hitze hatten wir uns nun eine ausgiebige Mittagspause redlich verdient.

Frisch gestärkt starteten wir am Nachmittag mit dem Bus zu einer Stadtrundfahrt unter fachkundiger Führung unserer Reiseleiterin vom Vormittag.

Vorbei an wunderschön restaurierten Häuserfassaden, wie z.B. dem goldenen Haus, ging es durch die unterschiedlichen Stadtviertel von Leipzig. Hierbei passierten wir auch einen der Hauptfriedhöfe Leipzigs, dessen Friedhofskapelle der Basilika von Maria Laach nachempfunden ist.

Auch für die Fernseh-Junkies gab es etwas zu sehen: den Drehort der Serie „In aller Freundschaft“.

Zum Abschluss der Stadtrundfahrt machten wir einen Stopp am Völkerschlachtdenkmal. Dieses 91m hohe Denkmal erinnert an die Völkerschlacht bei Leipzig im Jahre 1813.

Die Fußgängerzone ignorierten wir heute und fuhren stattdessen auf den „ganz normalen“ Straßen auf direktem Wege zurück nach Wittenberg.

Hier wartete wieder ein leckeres Abendessen auf uns und auch diesen Abend ließen wir in fröhlicher Runde in „unserem“ Innenhof ausklingen.

Gisela, Gaby und Jürgen