Weltstadt Dresden

Der Schwerpunkt des heutigen Tages liegt auf der Erkundung der „Elbflorenz“ Dresden, Landeshauptstadt von Sachsen. Wir treffen uns dazu an der Frauenkirche mit einem Stadtführer, der uns 2 Stunden lang fachkundig durch die Altstadt führt. Die im 2. Weltkrieg stark zerstörten Bauwerke in Elbnähe erstrahlen heute wieder im alten Glanz. 2005 wurde der Wiederaufbau der evangelisch-lutherischen Frauenkirche abgeschlossen. Bei der Besichtigung konnten wir feststellen, welchen barocken Prunk sie beherbergt.

Unsere Pilgergruppe vor der Frauenkirche

Über die Kunstakademie, auch Zitronenpresse genannt, kommen wir zur Brühlschen Terasse. Dort weht ein frischer Wind von der Elbe herauf.

Besondere Bewunderung zollte die Gruppe einem Stahlgeländer in der Nähe des Elbufers. Es wies eine starke Delle auf, die von August dem Starken gedrückt worden sei. Ihm begegnet man in der Stadt immer wieder. Auch der berühmte Fürstenzug, ein aus 23.000 Meißner-Porzellan-Fliesen bestehendes Wandbild, zeigt den berühmten Fürsten, der auch König von Polen war. Seine Stärke war aber weniger im Drücken von Stahlgeländer als vielmehr, dass der dem schwachen Geschlecht sehr angetan war. So soll er 270 Kinder das Leben geschenkt haben.

Der Fürstenzug

Besagter Fürstenzug stellt überlebensgroß die Ahnengalerie der zwischen 1127 und 1873 in Sachsen herrschenden 34 Markgrafen, Herzöge, Kurfürsten und Könige aus dem Geschlecht des  Fürstenhauses Wettin dar.

Unsere Führung endet am Zwinger, der für unseren Stadtführer der Partyplatz vor 300 Jahren war. Hier wurden rauschende Feste gefeiert. Mit etwas Phantasie konnte man sich dies schon vorstellen.

Nach der Führung traf sich ein Teil der Gruppe vor dem Sophienkeller. Hier konnten wir eine sächsische Spezialität (Eierschecke) essen. Eine Vanille-Eiermischung wird auf eine Frischkäsemasse aufgebracht. Ich (Heinz) esse eigentlich keinen Käsekuchen, diese Spezialität war aber sehr lecker.

Die Gruppe war sehr froh und zufrieden an diesem Platz. Sie würde wahrscheinlich jetzt noch dort sitzen, wenn nicht einige aufbrechen mussten, um am Abend in die Semperoper zu gehen.

Völlig spontan kam aus der Gruppe die Idee auf, am Abend in die Oper zu gehen. Die auf dem Programm stehende Aufführung „Rigoletto“ von Verdi ließ den Entschluss noch leichter fallen. Es konnten kurzfristig Eintrittskarten geordert werden. So machten sich 7 Teilnehmer nach dem vorgezogenen Abendessen auf den Weg zu dem kolossalen Opernhaus. Es ist ein ehrwürdiger Ort, der einfach nur Bewunderung hervorruft.

Die Semperoper

Die schönen Melodien, ein phantastisches Orchester und großartige Stimmen ließen das Ganze zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Es war ein optischer wie akustischer Augen- und Ohrenschmaus. Es fiel aus der Gruppe ein schöner Satz: „mit dem Eintrittsgeld haben wir uns Erinnerungen gekauft“. Selten war ein Satz so richtig.

Bei der Arbeit

Heinz und Jürgen